Als helfende Hand im Operationssaal: Über Faszination und Herausforderungen bei der Ausbildung im OP
Shownotes
Ihr Lieblingsinstrument ist die Tabaksbeutelnaht-Klemme, ihr Video ging bei TikTok viral und mit Ralf Kiesslich möchte sie einen Tag lang die Arbeit tauschen – Helen König macht an der Universitätsmedizin Mainz eine Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin (OTA) und ist zu Gast in der Reihe „Inside UM“.
Das Gespräch dreht sich um die Aufgaben einer OTA, um Teamwork und Mythen im OP, um Berufsaussichten, um die große Bedeutung von Social Media, um junge Menschen für eine Ausbildung im OP zu gewinnen – aber vor allem um die Begeisterung für den Beruf, die in jeder Antwort mitschwingt. In dem Sinne fasst auch Ralf Kiesslich das Gespräch am Ende zusammen: „Das war auch für mich ein besonderes Interview. Es zeigt mit welcher Faszination und Hingabe unsere Auszubildenden ihrem Job nachgehen.“ Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten – reinhören lohnt sich!
Weitere Informationen zum Ausbildungszentrum für Anästhesietechnische und Operationstechnische Assistenz gibt es hier.
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Noch nicht genug? Hier geht es zur Videoreihe Inside Universitätsmedizin Mainz.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Insight Universitätsmedizin Mainz.
00:00:03: Spannender Einblicke
00:00:04: für alle!
00:00:06: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Insight-UniversitätsMedizin MainZ.
00:00:10: Mehr als siebenhundert Auszubildenden haben wir jedes Jahr und heute habe ich Helen König hier, und sie ist ein besonderer Star.
00:00:17: Sie wird gleich erklären warum das so ist.
00:00:20: Ich darf sie Helen nennen und sie zu sich beschön, dass sie bei uns sind.
00:00:23: Ja hallo es freut mich sehr hier zu sein.
00:00:25: Sie sind in der Ausbildung noch und werden OTA.
00:00:28: Was kann ich mir hinter dieser Abkürzung vorstellen?
00:00:31: Genau, das ist ja die Operationstechnische Assistentin.
00:00:34: Früher war es OP-Schwester.
00:00:35: da können sich manche Leute mehr darunter vorstellen.
00:00:38: Und eigentlich bin ich so die rechte Hand vom Chirurgen und darf ihm dann die oder ihr... Das ist auch immer ganz toll, ne Die Instrumente anreichen und bin natürlich auch essentiell für den OP.
00:00:50: Dass alles da, dass alles funktioniert.
00:00:52: Dass die Instrumente dann richtig da sind und der richtige Patient da ist was auch immer sehr wichtig ist Und das alles einfach reibungslos läuft!
00:01:00: Das ist mein Job.
00:01:01: Und wie kam sie darauf, genau diesen Job zu wählen?
00:01:03: Weil das machen ja nicht so viele Menschen.
00:01:05: Es ist was Besonderes.
00:01:06: Viele haben ja auch Angst davor... Wie hat sich das bei ihnen entwickelt?
00:01:09: Das stimmt!
00:01:10: Wie jedes kleine Mädchen wollte ich unbedingt Tierarztin werden und habe dann auch durfte Praktika machen bei einer Tierarzpraxis und durfte damit in den OP und somit dreizehn war es schon sehr beeindruckend.
00:01:21: Und ja, dann hab ich Abi gemacht und war so okay.
00:01:24: eigentlich studieren ist jetzt noch nicht so dran.
00:01:27: Ich würde gerne eine Ausbildung machen und dann ist mir die Operationstechnische Assistentin irgendwie sehr im Auge hängen geblieben.
00:01:35: Deswegen bin ich jetzt hier.
00:01:36: Und wie lange dauert so eine Ausbildung?
00:01:38: Also die Ausbildung dauert drei Jahre
00:01:40: und man hat ja da vielleicht irgendwie ein gewisses Febel für manche Instrumente oder manche Fachrichtung, gibt es ihr Lieblingsinstrument mit dem Sie gerne assistieren?
00:01:48: Ich habe tatsächlich ein.
00:01:49: Lieblungsinstrumentes wird nicht so oft genutzt aber die Tabaksbeutelnaht klemmt.
00:01:56: Ich weiß nicht, ob Sie davon schon mal gehört haben.
00:01:58: Aber die macht eine hervorragende Naht!
00:01:59: Viele Chirurgen können das natürlich auch ohne sie aber ich finde es ein lustiges Instrument.
00:02:04: also wer das erfunden hat find' ich cool.
00:02:06: Sie hatte auch einen lustigen Namen?
00:02:07: Das
00:02:08: stimmt.
00:02:09: Man kann sich ja vorstellen dass gerade am Anfang wenn man noch nie im OP war oder auch an Menschen aufgeschnitten zu sehen oder Blutzehen Ist es ein komisches Gefühl, diskutieren Sie das mit Ihren Mitschülerinnen und Schülern?
00:02:21: Also nicht so oft tatsächlich weil's einfach Alltag ist.
00:02:25: Aber ich glaube für Leute die das erste Mal im OP sind und das wirklich sehen... ...ist es schon noch mal was Krasses!
00:02:31: Weil ich meine wann sieht man einen Patienten beziehungsweise einen Menschenmal von innen?
00:02:36: also super selten.
00:02:38: Das Schöne ist wir haben ja alles steril abgedeckt und dann ist es meistens wie so'n Rahmen und da hat man das Kunstwerk was sicher von Mensch zu Mensch auch unterscheidet Und ich finde das einfach sehr beeindruckend, was alles in so einem Menschen drin ist und wie schön es auch sein kann.
00:02:51: Sie haben über die Faszination berichtet im Job aber es gibt natürlich auch Momente, die vielleicht auch betrückend sind oder wo es für den Patienten auch schwierig wird.
00:03:00: Wie gehen sie damit um?
00:03:01: Und wie finden sie wieder Kraft um am nächsten Tag quasi fröhlich und wieder konzentriert auch diesen Job nachzugehen.
00:03:08: Ja,
00:03:08: das stimmt!
00:03:08: Also manche Situationen sind echt brenzlig aber wir haben ja ein super Team im OP.
00:03:13: also es gibt einen Patienten und mindestens sechs Pflegekräfte oder sechs Personen des medizinischen Personals Und das ist so eine gute Betreuung im OP dass wirklich selten was passiert um jetzt den Leuten die Angst zu nehmen die operiert werden.
00:03:27: Es ist auch einfach das OP-Team.
00:03:30: Also wenn man was hat, was einen bedrückt und man möchte darüber sprechen vor allem wenn es irgendwas Patienten bezogen ist sind die immer für einen da.
00:03:37: Das ist wirklich schön!
00:03:38: Die Unimedizin versucht ja auch immer mit Forschung Lehre nach außen zu wirken und wir versuchen das dann auch zu publizieren.
00:03:45: und sie haben es geschafft ein Video bei TikTok, sechshunderttausend mal anklicken zu lassen und damit haben sie wirklich eine Berühmtheit erreicht.
00:03:55: Wie kam es dazu?
00:03:56: Und warum haben Sie da mitgemacht?
00:03:58: was hat sich daran motiviert?
00:03:59: Ja
00:04:00: das Video ist tatsächlich eigentlich nur so Outtake-Video gewesen Und es wurde dann so zusammengeschnitten, dass das irgendwie ganz lustig gewesen ist.
00:04:10: Es war eigentlich ein Dreh für ein anderes Format für die Uniklinik und da ist dieses lustige Video entstanden.
00:04:18: Das hat total viel Spaß gemacht zu drehen auch mit meinen Kollegen.
00:04:21: Wir haben einfach Gewalt, wir hatten coolen Opel, wir hatte ein cooles Team.
00:04:24: Wir waren einfach ein bisschen spaßgemacht... Also ja, es war einfach toll!
00:04:29: Wie wichtig ist es mit solchen Medien zu arbeiten, um auch andere davon zu überzeugen, dass das vielleicht eine tolle Ausbildung sein könnte?
00:04:36: Super wichtig.
00:04:38: Wir haben zumindest das Glück, dass wir Ota und Diata-Schule fast immer voll sind.
00:04:43: Es ist wirklich schön!
00:04:44: Ich freu mich, dass so viele Leute daran Begeisterung finden.
00:04:47: Aber ich glaube ... Wenn ich sage, ich bin Ota, dann können viele Leute damit nichts anfangen.
00:04:52: Und wenn man das publiziert und ganz viele Videos drüber macht und drüber spricht, wissen auch Leute, ah, das ist eine Ota.
00:04:58: Die arbeitet um im P. Und die reicht die Instrumente an zum Teil.
00:05:04: Das ist superwichtig.
00:05:06: Es ist total erfrischend zu sehen, wie Sie das auch erklären.
00:05:09: und sie nehmen auch zur Mythen-Stellung
00:05:11: z.B.,
00:05:12: ob einem übel wird bei seiner ersten OP?
00:05:14: Wie war es denn bei Ihnen und was berichten die anderen?
00:05:16: Ja also bei mir zum Glück nicht!
00:05:18: Bei mir zum glück nicht und ich habe das bei meinen Kollegen von meinem Kurs auch so gesehen dass es bei ihnen auch nicht wirklich so gewesen ist.
00:05:25: Das ist jetzt auch ein bisschen vorurteilhaft belastet.
00:05:27: aber wenn Piotler ganz frisch in den OP kommen und ihn ein bisschen übel wir dann, die dürfen sich natürlich gerne hinsetzen holt ihr dann auch ein Schluck Wasser oder sie dürfen nur nach rausgehen und so.
00:05:37: Aber bitte, bitte nicht umkippen im OP vorher Bescheid sagen!
00:05:40: Weil das ist immer doof für alle Beteiligten.
00:05:43: deswegen aber ja.
00:05:45: also ich hoffe nicht dass es vielen Leuten schlecht wie dem OP.
00:05:48: Also...
00:05:49: Das ist ganz wunderbar, dass Sie sich auch so umfassend Gedanken machen und auch den PIJ dann helfen solltest mal zu Schwierigkeiten kommen.
00:05:56: Wir bieten natürlich all unseren Auszubildenden an, dass sie auch an der Unimedizin arbeiten dürfen und wir freuen uns auch darauf wenn Sie dort eintreten.
00:06:04: Wo würden Sie denn gerne am liebsten arbeiten?
00:06:07: Das ist so eine schwierige Entscheidung weil normalerweise hat man am Anfang die Frage gestellt bekommen du wirst entweder ne Knochenschwester oder ne Weichtalschwester Und das ist... Natürlich Schwester ist natürlich auch so begriffen da er jetzt nicht mehr so aktuell und das ist die Frage die stelle ich mich schon meine ganze Ausbildung lang jetzt diese zwei Jahre.
00:06:26: Ich weiß es nicht, ich würde super gerne in der großen Abteilung arbeiten wie Unfallchirurgie allgemein Chirurgien oder so halt einfach irgendwas Großes machen zum Beispiel in der Allgemeinen Chirurgy.
00:06:36: ist das wirklich noch die Instrumentierkunst also die OP.
00:06:39: Schwestern beziehungsweise die Otas kriegen acht Arme auf einmal und instrumentieren dann und dass es so beeindruckend zu sehen und in der Unfall-Chirurgies ist halt einfach das Handwerkliche was da anfällt.
00:06:49: deswegen kann sie ihn nicht sagen.
00:06:52: Eine abschließende Frage, wenn Sie so auf TikTok blicken oder auch in Ihrer Ausbildung.
00:06:56: Was hat das mit Ihnen gemacht?
00:06:57: Wo haben sie vielleicht Erfahrungen rausgezogen wie sich ihr Leben ein Stück weit verändert hat?
00:07:02: Vor allem auf die Ausbildung bezogen bin ich viel selbstbewusster geworden weil es ist so ... Ich hab jetzt einen Erwachsenenberuf!
00:07:08: Ich bin nicht mehr nur Schülerin sondern auszubildene und ich glaube dass es schon sehr toll und auch mit dem TikTok ist eine Erfahrung mit der ich gar nicht gerechnet habe sie machen zu dürfen Die positiven Kommentare auch unter dem Video zu lesen und die dann so ... Ja, mit in den Alltag zu nehmen ist schon eigentlich ja war sehr schön.
00:07:31: Wir sind ganz begeistert Sie hier zu haben und sie kreieren ja eigenen Content wie man so schön sagt.
00:07:36: Wollen Sie denn noch eine Frage loswerden?
00:07:42: Ich hatte mir tatsächlich eine überlegt aber ich glaube meine Formulierung ist weg!
00:07:46: Ich weiß nur nicht das es eine sehr random Frage.
00:07:48: Los geht's!
00:07:51: Würden Sie Ihren Arbeitsalltag einen Tag mit mir tauschen wollen oder uns auszubildenden Malesatecks spielen gehen.
00:07:59: Ich würde versprochen mit Ihnen einmal tausche und dann würden wir darüber gerne berichten.
00:08:04: Ehrlich?
00:08:05: Ja!
00:08:05: Da freue ich mich drauf, ja sehr cool.
00:08:08: Vielen Dank für das Gespräch.
00:08:09: Vielen lieben Dank.
00:08:11: Meine sehr verehrten Damen und Herren, das war auch für mich ein besonderes Interview.
00:08:14: Es zeigt mit welcher Faszination und Hingabe unsere Auszubildenden ihrem Job nachgehen.
00:08:19: und Helen König macht noch etwas anderes.
00:08:21: Sie zeigt diese Faszination auch noch außen in unserem TikTok-Kanal und schauen sie sich auch den an!
00:08:27: Und sie hat mir das Versprechen abgerungen die ich gerne nachkomme dass wir mal die Jobs tauschen und darüber werden wir sicherlich auch bei TikTok berichten.
00:08:35: Und wenn Sie wieder Lust haben, hier Inside-Universitätsmedizin Mainz zu schauen, dann schalten Sie einfach in vierzehn Tagen
00:08:41: wieder ein.
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